Erkundung vom "Alten Weinbergsweg"
Donnerstag, 12. März 2026   
  
   Es trafen sich 20 Mitglieder des Eifelvereins Sinzig sowie ein Gast vom Eifelverein Rheinbach pünktlich um 13 Uhr an den Römer-Thermen in Bad Breisig, um bei gutem Wanderwetter den "Alten Weinbergsweg" zu erkunden. Der rund zehn Kilometer lange Rundweg entlang des Elzenbergs gilt als mittelschwer und bietet abwechslungsreiche Ausblicke. Nach kurzer Gehzeit erreichte die Gruppe unter der Leitung von Regina Schmitz und Roswitha Müller, die beide ihr Debüt als Wanderführerinnen gaben, den Arweg. Der Name dieser Straße leitet sich vom lateinischen Wort "orare" (beten) ab. Früher wurde sie bei Sterbefällen als Gebetsweg genutzt, wovon noch heute die Kreuzwegstationen am Hang zeugen.


Am Alten Weinbergsweg

   Hinter der letzten Station bog der Weg nach rechts ab und die Gruppe gewann die ersten Höhenmeter. Kaum waren die letzten Häuser passiert, lud ein Aussichtspunkt mit Blick auf Bad Breisig, das linksrheinische Bad Hönningen und das Rheintal zu einer kurzen Pause ein. Weiter führte die Route an einem ehemaligen Weinberg vorbei. Der Weinbau war einst ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Bad Breisig, wurde jedoch nach einem deutschlandweiten Reblausbefall im Jahr 1862 aufgegeben. Der Weg entfernte sich nun vom Rhein und verlief parallel zum Ortsteil Oberbreisig, auf den sich immer wieder schöne Ausblicke boten.
   Auf dem Plateau der Mönchsheide öffnete sich der Blick weit über die Freifläche und den dortigen Segelflugplatz. An der Hubi-Hütte legte die Gruppe eine größere Rast ein. Frisch gestärkt ging es anschließend weiter am Gutshof vorbei, einem geschichtsträchtigen Ort dessen Wurzeln bis zu den Mönchen des Klosters Marienstatt zurückreichen. Der Mönchshof und die Mönchsheide blicken auf eine rund 750-jährige Geschichte als landwirtschaftliches Gut zurück. Heute befindet sich dort ein Restaurant, das für sein gemütliches Ambiente bekannt ist.
   Nach kurzer Zeit führte der Wanderweg erneut nach rechts und für längere Zeit durch ein gut ausgebautes Waldgebiet. Dabei passierte die Gruppe auch ein Wildgehege, das derzeit allerdings keinen Wildbestand beherbergt. Dafür konnten die Wandernden, glücklicherweise aus einiger Entfernung beobachten, wie ein großer Keiler einen gegenüberliegenden Hang hinaufstürmte.
   Der Rückweg führte schließlich über den Schützenplatz wieder hinunter Richtung Rhein. Der steile Abschnitt verlangte noch einmal volle Aufmerksamkeit und gute Trittsicherheit. Bei einer abschließenden Einkehr am Rhein ließ die Gruppe die schöne, wenn auch zeitweise sehr windige Wanderung gemeinsam Revue passieren.