Auf der letzten Etappe des Lahnwanderwegs
Samstag, 21. Februar 2026
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Zwischen Höhenwegen und Flusstälern
Mit der letzten Etappe des Lahnwanderwegs stand für den Sinziger Eifelverein ein besonders abwechslungsreicher Abschnitt auf dem Programm. Von Bad Ems aus erkundeten 6 Wanderer unter der Führung von Konrad Waßmann zunächst die historische Kurpromenade. Das als "Kaiserbad" bekannte Bad Ems war trotz seiner überschaubaren Größe eine der bedeutendsten deutschen Kurstädte und ein Treffpunkt von Kaisern und Königen. Zahlreiche hochherrschaftliche Gebäude zeugen noch heute von dieser glanzvollen Vergangenheit. Anschließend verließ die Gruppe bei regnerischem Wetter den Ort und stieg auf die umliegenden Höhenzüge auf, um einen reizvollen Panoramaabschnitt zu erwandern.

Schirmparade im Lahntal
Der Weg führte zunächst durch dichte Waldpassagen. Immer wieder öffneten sich beeindruckende Ausblicke auf die tief unten verlaufende Lahn. Besonders reizvoll waren die schmalen Pfade oberhalb des Flusses, die Trittsicherheit erforderten und echtes Wandergefühl vermittelten. Die Steigungen waren noch einmal fordernd, wurden jedoch reich belohnt: Von den Höhenzügen boten sich weite Panoramablicke über das Lahntal und die umliegenden Ortschaften sowie auf das unverkennbare, gelb verputzte Schloss Stolzenfels im Rheintal. Rastplätze und Bänke luden immer wieder dazu ein, innezuhalten und durchzuatmen - und man spürte: Das Ziel rückte näher. Die wildromantische Ruppertsklamm umgingen die Wanderer bewusst, da der Abstieg bei feuchtem Untergrund als zu gefährlich eingeschätzt wurde. Je näher Lahnstein rückte, desto lebendiger wurde die Umgebung. Die Landschaft öffnete sich, Burgen und historische Bauwerke säumten den Weg und kündigten das Ende der Tour an. Schließlich erreichten die Sinziger Wanderer nach rund 17 Kilometern den Zusammenfluss von Lahn und Rhein - einen symbolträchtigen Ort, der den Abschluss dieser Wanderung perfekt machte.
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