Rund um den Malberg im Westerwald
Sonntag, 3. August 2025
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Bei zunächst trübem Wetter machten sich 15 Wanderfreunde des Eifelvereins Sinzig Anfang August auf den Weg in den Westerwald. Unter der Leitung von Wanderführerin Silvia Sielaff bestieg die Gruppe bei Ötzingen den 422 Meter hohen Malberg. Der erloschene Vulkan erhebt sich südlich des Ortes am Ostrand des Kannenbäckerlandes. In früherer Zeit galt der Malberg als heiliger Ort, eine Thing- und Gerichtsstätte. Etwa auf halber Strecke bergauf legte die Gruppe einen Zwischenstopp an einer idyllischen Waldkapelle ein. Silvia zündete eine mitgebrachte Kerze an - ein stiller Moment der Besinnung. Auf dem flachen Gipfel liegen verstreut zahlreiche moosbedeckte Basaltfelsen.
Bild: Vor dem Wildweiberhäuschen
Besonders eindrucksvoll sind zwei große Felsformationen, die im Volksmund "Wildweiberhäuschen" genannt werden. Der Sage nach lebten dort einst drei wilde Frauen, die als Hexen galten. Sie sollen in den umliegenden Dörfern gebettelt und ihr Unwesen getrieben haben. Die Wanderung führte weiter zu einer alten Tongrube, wo die Rohstoffe für die berühmte Westerwälder Salzglasur-Keramik gewonnen werden - Grundlage für den Namen des Kannenbäckerlandes. Mittlerweile zeigte sich auch die Sonne, was die Stimmung spürbar hob. Mit dem Lied "Oh du schöner Westerwald" auf den Lippen wanderte die Gruppe weiter Richtung Siershahn, wo eine wohlverdiente Mittagspause eingelegt wurde. Die letzten Kilometer durch die grüne Landschaft des Westerwaldes waren danach schnell geschafft. Zum Abschluss kehrten die Sinziger Wanderer in Wirges ein, bevor es mit dem Auto zurück nach Hause ging.
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